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BPA Pressemitteilung Kulturstaatsministerin Grütters eröffnet Ausstellung EIN WEITES FELD: „Flughafen Tempelhof ist Schlüsselort europäischer Freiheitsgeschichte“

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Kulturstaatsministerin Grütters eröffnet Ausstellung EIN WEITES FELD: „Flughafen Tempelhof ist
Schlüsselort europäischer Freiheitsgeschichte“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute die Ausstellung „EIN WEITES FELD. Der Flughafen
Tempelhof und seine Geschichte“ eröffnet. Die Ausstellung im Flughafen Tempelhof ist eines von über
60 Projekten, die von der Staatsministerin im Europäischen Kulturerbejahr 2018 gefördert werden.
Mit Blick auf das Motto des Themenjahres „Sharing Heritage“ betonte Grütters nach ihrem
Ausstellungsrundgang: „Diese Ausstellung führt uns vor Augen, wie hart errungen, mit wie viel
Krieg, Leid und Gewalt bezahlt Demokratie, Toleranz und Freiheit in Europa doch sind. Die in der
Ausstellung dokumentierten Spuren fruchtbaren Miteinanders und leidvollen Gegeneinanders,
vermitteln eindringlich, wie sehr die Bürgerinnen und Bürger Europas einander über nationale
Grenzen hinweg verbunden sind. Zugleich führt sie uns vor Augen, dass es sich lohnt, das ehemalige
Flughafengelände auch als Erinnerungsort zugänglich zu machen.“
Die Kulturstaatsministerin betonte: „Gerade angesichts des Erstarkens populistischer,
europafeindlicher Strömungen auch hierzulande braucht es die eindringlichen Botschaften
authentischer Erinnerungsorte, um Europa vor dem Rückfall in eine von Abschottung und Unfreiheit
geprägte Vergangenheit zu bewahren. Im Übrigen erinnert uns diese Ausstellung hier an diesem Ort
nicht zuletzt auch daran, was Deutschland den Westalliierten und insbesondere den USA zu verdanken
hat – die Befreiung vom Nationalsozialismus und die Verteidigung der Freiheit während der
Berlin-Blockade und des Kalten Krieges. Als überzeugte Transatlantikerin hoffe und glaube ich, dass
das Wertebündnis für Freiheit und Demokratie auch eine Präsidentschaft unter dem Motto „America
first“ überdauert.“
Im Mittelpunkt der Ausstellung „EIN WEITES FELD. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte“
steht die Bedeutung des Tempelhofer Feldes und seines Flughafens während der NS-Zeit. Anhand von
Einzelschicksalen wie dem des Zeitzeugen Wolfgang Szepansky (1910-2008), der im nahe gelegenen KZ
Columbiadamm inhaftiert war, beleuchtet die Schau, wie die Nationalsozialisten am Rand des
Tempelhofer Feldes eines der ersten Konzentrationslager betrieben, unter welchen Umständen hier
Menschen Zwangsarbeit leisten mussten und wie das Areal zugleich zur Bühne für
nationalsozialistische Propagandaveranstaltungen wurde. Darüber hinaus hebt die Schau die Bedeutung
des Flughafens im Rahmen der „Luftbrücke“ während des Kalten Krieges und als Verbindung
europäischer Metropolen seit den 1920er Jahren hervor. Neben der Ausstellung können Besucherinnen
und Besucher auch an Vorträgen, Führungen und Workshops über Themenschwerpunkte wie zum Beispiel
„Tempelhof als Ort des Transits in der DDR-Zeit“ teilnehmen. Die Ausstellung ist bis zum 30.
Dezember 2018 zu sehen.
Erarbeitet wurde sie von der Stiftung Topographie des Terrors. Als wichtiger Beitrag zum
Europäischen Kulturerbejahr wird die Ausstellung von der Kulturstaatsministerin mit 242.000 Euro
gefördert. Sämtliche Ausstellungstexte sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfasst.
Zudem bietet eine eigens entwickelte App Informationen auf Arabisch, Englisch, Französisch,
Russisch und Spanisch.
Deutschland gehört zu den Initiatoren des Europäischen Kulturerbejahres mit einer Vielzahl an
Veranstaltungen, Projekten und Initiativen. Insgesamt stehen im Haushalt der Kulturstaatsministerin
7,8 Millionen Euro für gesamtstaatlich bedeutsame Projekte im Rahmen des Europäischen
Kulturerbejahres bereit.
Einen Überblick über die zahlreichen Projekte und Veranstaltungen bietet die Internetplattform
www.sharingheritage.de.

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