BPA Pressemitteilung Gemeinsame Erklärung Frankreichs, Deutschlands, der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanadas und des Vereinigten Königreichs zu den britischen Ermittlungsergebnissen im Fall Skripal

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Gemeinsame Erklärung Frankreichs, Deutschlands, der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanadas und
des Vereinigten Königreichs zu den britischen Ermittlungsergebnissen im Fall Skripal

Wir, die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands, der Vereinigten Staaten von
Amerika, Kanadas und des Vereinigten Königreichs, bekräftigen unsere Entrüstung über den Einsatz
des chemischen Nervengifts Nowitschok am 4. März 2018 in Salisbury. Wir begrüßen die Fortschritte
bei der Untersuchung der Vergiftung von Sergej und Julia Skripal und nehmen die gestrigen
Anklageerhebungen gegen zwei Tatverdächtige wegen versuchten Mordes zur Kenntnis. Wir würdigen die
Arbeit der britischen Polizei und aller, die an diesen Ermittlungen beteiligt sind.

Wir nehmen auch die britischen Untersuchungsergebnisse, die unabhängig von der OVCW bestätigt
wurden, zur Kenntnis, wonach bei der Vergiftung von Dawn Sturgess und Charles Rowley genau das
gleiche chemische Nervengift wie bei der Vergiftung der Skripals verwendet wurde. Wir fordern
Russland eindringlich dazu auf, sein Nowitschok-Programm gegenüber der OVCW vollständig
offenzulegen. Und wir ermutigen all jene, die über Informationen zum Anschlag vom 4. Märzin
Salisbury bzw. zu dem Giftanschlag in Amesbury verfügen, sich bei den britischen Behörden zu
melden.

Wir haben volles Vertrauen in die britische Einschätzung, dass die beiden Tatverdächtigen
Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes, auch als GRU bekannt, waren und dass diese
Operation mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf hoher Regierungsebene gebilligt wurde. Wir haben
bereits gemeinsame Maßnahmen ergriffen, um die Aktivitäten des GRU durch die umfangreichste
kollektive Ausweisung verdeckter nachrichtendienstlicher Agenten, die je stattgefunden hat,
entscheidend zu stören. Die gestrige Ankündigung bestärkt uns in unserer Absicht, weiterhin
gemeinsam die feindlichen Aktivitäten ausländischer Nachrichtendienste auf unseren Staatsgebieten
zu stören, das Verbot chemischer Waffen zu gewährleisten, unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen
und uns gegen jede Form böswilligen, gegen uns und unsere Gesellschaften gerichteten staatlichen
Handelns zu verteidigen.

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