BPA Pressemitteilung Nachrichtendienste und Bundeswehr starten gemeinsamen Masterstudiengang

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Nachrichtendienste und Bundeswehr starten gemeinsamen Masterstudiengang

Der erste deutsche Masterstudiengang „Intelligence and Security Studies“ (MISS) startet heute an der
Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und der Universität der Bundeswehr München.

„Der Studiengang steht für eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Arbeit der
Nachrichtendienste und deren Zusammenarbeit insbesondere mit dem Militärischen Nachrichtenwesen der
Bundeswehr“, betont der Beauftragte der Bundesregierung für die Nachrichtendienste des Bundes, Staatssekretär
Johannes Geismann. Ziel ist, die Professionalisierung der nachrichtendienstlichen und sicherheitsbezogenen
Ausbildung weiter voranzutreiben und die Forschung durch die Einrichtung spezifischer Professuren zu fördern.
Die Initiative geht auf eine Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskanzleramt sowie dem Bundesministerium der
Verteidigung und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zurück.

Beim MISS handelt es sich um einen zweijährigen Präsenzstudiengang. Je nach Studienschwerpunkt wird am Ende
ein „Master of Arts“ (M.A.) oder ein „Master of Science“ (M.Sc.) als akademischer Abschlussgrad im Fachgebiet
„Intelligence and Security Studies“ verliehen. Das Angebot richtet sich vor allem an Mitarbeiter/-innen der
Nachrichtendienste des Bundes und der Länder sowie an Soldaten/-innen des Militärischen Nachrichtenwesens der
Bundeswehr.

Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der
nachrichtendienstlichen Aus- und Fortbildung. Die Universität der Bundeswehr München ergänzt das
Studienangebot in den Bereichen Big Data-Analyse, Cyber-Sicherheit und Internationale Politik. Im Rahmen des
Studiums sollen sich die Studierenden auch mit ethischen Fragestellungen beschäftigen.

Um die Forschung auf internationalem Niveau zu fördern, haben die Universität der Bundeswehr München in 2018
sowie das Bundeskanzleramt und das Bundesinnenministerium Anfang 2019 jeweils eine interdisziplinäre
Forschungsplattform „Center for Intelligence and Security Studies“ (CISS) mit Sitz in München und Berlin
eingerichtet.

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