BPA Pressemitteilung Bundeskabinett beschließt Jugendstrategie der Bundesregierung

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundeskabinett beschließt Jugendstrategie der Bundesregierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesjugendministerin Franziska Giffey diskutieren aus diesem Anlass mit
über 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen über jugendrelevante Themen

Das Bundeskabinett hat heute die Jugendstrategie der Bundesregierung beschlossen. „In gemeinsamer
Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend“ – das ist nicht nur der Titel, sondern auch das Leitprinzip
für die Jugendstrategie. Damit bekennt sich die Bundesregierung erstmals ressortübergreifend zu ihrer
Verantwortung für die junge Generation. Im Rahmen der öffentlichen Präsentation der Jugendstrategie
diskutierten Bundeskanzlerin Merkel und Bundesjugendministerin Giffey im Bundeskanzleramt mit über 100
Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Jugendstrategie und weitere jugendrelevante Themen.

„Es ist die erste Jugendstrategie in der Geschichte der Bundesrepublik“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Die heutige Diskussionsrunde zeige, so die Bundeskanzlerin weiter, dass die Jugendstrategie „etwas sein soll,
was nicht über die Köpfe der jungen Leute hinweg entstanden ist und nicht über die Köpfe der jungen Leute
hinweg gelebt werden soll“.

Ob bedarfsgerechter Nahverkehr, schnelles Internet, bezahlbare Mieten oder wirksamer Klimaschutz – Maßnahmen
in vielen Politikfeldern haben Auswirkungen auf die junge Generation. Jugendpolitik ist eine
Querschnittsaufgabe. Deshalb haben alle Ministerien unter der Federführung des Bundesjugendministeriums an
der Jugendstrategie gearbeitet und sie gemeinsam entwickelt. Die Jugendstrategie beschreibt für neun
jugendrelevante Handlungsfelder die Ausgangslage, benennt Handlungsbedarfe und führt insgesamt 163 Maßnahmen
aller Ressorts auf, die bereits auf den Weg gebracht wurden, die neu ergriffen oder weiterentwickelt werden.

In ihrem Eröffnungsstatement betonte Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend (BMFSFJ): „Mit der Jugendstrategie macht die Bundesregierung deutlich, dass gute Jugendpolitik über
Zuständigkeitsgrenzen hinausgeht: Wir wollen Jugend beteiligen, denn wir nehmen junge Menschen ernst und
ermöglichen ihnen wirksame Mitsprachemöglichkeiten, wenn sie betroffen sind. Wir wollen Jugend sichtbar
machen und sorgen dafür, dass die Belange junger Menschen ressortübergreifend immer im Blick bleiben.“

Die im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode vorgesehene gemeinsame Jugendstrategie wurde durch
die Interministerielle Arbeitsgruppe „Jugend“ unter Federführung des BMFSFJ entwickelt. Um zu wissen, wie
sich junge Menschen eine jugendgerechte Politik vorstellen, wurden zahlreiche Beteiligungsformate
durchgeführt. So konnten sich junge Menschen und ihre Interessenvertretungen in den JugendPolitikTagen, in
themenspezifischen Audits oder via Online-Konsultation aktiv in die Entwicklung der Jugendstrategie
einbringen. Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Beteiligungsformate diskutierten heute auch mit
der Bundeskanzlerin und der Bundesjugendministerin im Bundeskanzleramt.

Der Kabinettbeschluss ist zugleich der Startschuss für den Umsetzungsprozess der Jugendstrategie.

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