Bundesregierung informiert: Eine gemeinsame Strategie für die junge Generation

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Jugendpolitik

Eine gemeinsame Strategie für die junge Generation

In Deutschland leben rund 14 Millionen junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren. Um ihre Wünsche und
Interessen noch stärker zu berücksichtigen, hat die Bundesregierung eine Jugendstrategie entwickelt. Sie
wurde am Dienstag vom Kabinett beschlossen. Neun Themenfelder stehen im Mittelpunkt.

Ob funktionierender Nahverkehr, schnelles Internet, bezahlbare Mieten oder wirksamer Klimaschutz –
Veränderungen auf sämtlichen Politikfeldern betreffen natürlich auch die junge Generation. Nicht immer sind
die Auswirkungen für Jugendliche die gleichen wie für andere Altersgruppen. Deshalb haben alle
Ministerien gemeinsam die Jugendstrategie der Bundesregierung entwickelt. Sie wurde am Dienstag im Kabinett
beschlossen und soll noch stärker für jugendpolitische Belange sensibilisieren.

Die Jugendstrategie legt den Fokus auf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 27 Jahren. Deren
Anteil liegt in Deutschland aktuell bei 14 Millionen beziehungsweise 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Laut
statistischen Prognosen wird dieser Anteil bis 2030 auf 12,7 Millionen beziehungsweise 15,3
Prozent zurückgehen.

Eigenständige Lebensphase mit besonderen Herausforderungen

Die Strategie basiert auf der Überzeugung, dass Jugend eine eigenständige Lebensphase mit spezifischen
Herausforderungen ist, die besonderer politischer Aufmerksamkeit bedarf. Ziel der Strategie ist es, die junge
Generation an allen Entscheidungen zu beteiligen, die sie betreffen, und allen jungen Menschen bestmögliche
Bedingungen zu bieten, die Herausforderungen ihrer Lebensphase zu meistern.

Eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Ministerien hat neun Themenbereiche definiert. Die Jugendstrategie
beschreibt für diese Bereiche die Ausgangslage, benennt Handlungsbedarfe und führt bereits 163 Maßnahmen
aller Ressorts auf. Sie sollen die ressortübergreifende Zusammenarbeit verbessern und weiter ausbauen und
somit helfen, Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe zu begreifen.

Die Handlungsfelder der Jugendstrategie

Die in der Strategie aufgeführten Ansätze richten sich entweder direkt an junge Menschen oder sie verbessern
die Rahmenbedingungen für eine jugendgerechte Gesellschaft. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine bloße
Zusammenstellung dessen, was bisher ohnehin erfolgt. Vielmehr handelt es sich um Maßnahmen mit einem
Jugendbezug, die in dieser Legislaturperiode entweder neu ergriffen oder jugendspezifisch weiterentwickelt
werden. Zudem sollen in der Umsetzung weitere Maßnahmen entstehen.

Um diese Themen geht es in der Jugendstrategie:

* Zukunft, Generationendialog & Jugendbilder
* Beteiligung, Engagement & Demokratie
* Stand & Land, Wohnen & Kultur
* Vielfalt & Teilhabe
* Bildung, Arbeit & Freiräume
* Mobilität & Digitales
* Umwelt
* Gesundheit
* Europa & die Welt
Zu den bereits aufgeführten Konzepten gehören so unterschiedliche Dinge wie die Förderung und Stärkung von
Kinder- und Jugendparlamenten, Planspiele für den ländlichen Raum, mit denen man junge Menschen in regionale
Planungsprozesse einbinden kann, oder auch die Entwicklung eines Verkehrssicherheitsprogramms für junge
Radfahrer.

Jugendliche als Experten in eigener Sache

Die Regierung will nicht über die Köpfe der Jugend hinweg entscheiden, sondern die Jugendlichen intensiv
einbinden. Um zu wissen, wie sich junge Menschen eine Politik für ihre Bedürfnisse vorstellen, wurden daher
im Vorfeld der Jugendstrategie zahlreiche Beteiligungsformate durchgeführt. So konnten sich junge Menschen
und ihre Interessenvertretungen beispielsweise bei denJugendpolitiktagen
[https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mitreden-auf-augenhoehe-1608218], aber auch bei Audits oder
Online-Konsultationen in die Konzeption der Jugendstrategie einbringen.

Auch bei der Weiterentwicklung der Strategei sind die Jugendlichen als Experten in eigener Sache von
zentraler Bedeutung. Den Auftakt machen am Dienstag Bundeskanzlerin Angela Merkel und
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die im Kanzleramt gemeinsam mit 115 Jugendlichen über die neue
Strategie diskutieren.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Link zur Meldung im Webangebot: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jugendstrategie-1701608

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d bloggers like this: